Streuobst - Der bessere Apfel?

📄 Arbeitsbericht

Unsere Reise

Von der ersten Idee, über das erste Interview bis hin zum Fazit... So ein Projekt entsteht nicht einfach über Nacht! Hier sind die wichtigsten Punkte auf unserer Reise:

🍎 Ideenfindung

Schon bei bekanntgabe der Themen (Apfel, Wein und Fisch) war uns klar, dass wir einen Beitrag zum Thema Apfel machen würden. Auch war uns klar, dass es ein Film sein sollte. Nach sorgfältiger Planung entschieden wir uns, den Beitrag in Form einer Reise eines Charakters, unserem wunderbaren Schauspieler Felix, aufzuziehen und durch diesen Roten Faden unsere Erkenntnisse zum Thema dem Zuschauer zu vermitteln.

Ideenfindung

🍎 Unser Thema: Streuobst

Ebenfalls fanden wir recht schnell ein passendes Thema: Der Streuobstapfel! Diesen wollten wir unter der Leitfrage: "Streuobst - der bessere Apfel" mit konventionell angebauten Äpfeln in ökonomischen und ökologischen Aspekten vergleichen. Die Idee mit dem Streuobstapfel kam vor allem durch ein kleines Unternehmen in einem kleinen Dorf in unserer Umgebung: Die Stahringer Streuobstmosterei! Kein Wunder deshalb, dass sie auch die erste Station für unseren Charakter Felix auf seiner Reise ist:

Apfel

🍎 Stahringer Streuobstmosterei

Die Streuobstmosterei fungiert als Einstieg in den Anbau und die Verarbeitung von Streuobstäpfeln, welche wir als erstes beleuchten wollten. Wir durften das traditionelle Lohnmosten mitverfolgen. Lohnmosten bedeutet, dass man sein selbstgeerntetes Obst zu einer Mosterei bringt und diese selbiges , typischer Weise gegen Lohn (dh. der Name), für einen zu Saft verarbeitet. Hier hatten wir die Möglichkeit, mit Rheinhold Haßler, einem Lohnmoster, zu sprechen.

🍎 B.U.N.D – Frau Hamatscheck

Unsere zweite Station war dann die B.U.N.D.-Zentrale Konstanz, wo wir uns mit der Streuobstpädagogin Frau Hamatscheck trafen, um uns über die ökologischen Vorteile einer Streuobswiese zu informieren. So lernten wir beispielsweise, dass über 5000 verschiedene Arten in Flora und Fauna auf der Streuobswiese zu finden sind. Ebenso lernten wir, wie die Streuobswiesen gepflegt werden. So wird 2 mal jährlich das Gras gemäht und die Bäume werden zurechtgeschnitten. Auch der Vorteil, dass aufgrund der alten Sorten, die auf Streuobswiesen angebaut werden, die Streuobstäpfel meist mehr Polyphenole enthalten und damit für Menschen verträglicher sind als viele Neuzüchtungen überraschte uns sehr.

🍎 Fuchshof

Nach der ausgiebigen Beleuchtung der Vorteile von Streuobst schwenkten wir den Blick auf die Vorteile und die Anbauweise des konventionellen Apfels. Dafür besuchten wir den Fuchshof, wo Florian Fuchs uns über diese Aufklärte und erste Nachteile des Streuobstapfels aufbrachte. So haben diese aufgrund mangelndem Schutz vor Wind und Wetter sowie Schädlingen meist ein für den Großhandel nicht ausreichendes Aussehen und sind aufgrund dessen, dass auf vielen Streuobswiesen vor allem alte Sorten beheimatet sind, nicht so lange lagefähig wie die modernen Sorten, die im konventionellen Anbau zu finden sind.

🍎 Romerhof

Diese Unterschiede der Sorten wollten wir bei unserer letzten Station, dem Romerhof, näher beleuchten. Hier werden neben konventionellen-, bio- und in kleinerem nicht wirtschaftlichen Stil auch Streuobstäpfel angebaut, weshalb Felix Romer ein guter Ansprechspartner für diesen Vergleich war. Hier wurde noch ein weiterer Nachteil der alten Sorten deutlich: Ihre Geschmacksprofile sind nicht mehr zeitgemäß, da sich der Geschmack der Konsumenten mit der Zeit weiterentwickelt hat. Auch ist die Ernte der Streuobstäpfel, da sie nicht einfach vom Boden aus per Hand oder Ernteautomat erfolgen kann, wesentlich aufwändiger und es wird eine wesentlich größere Anbaufläche für den gleichen Ertrag an Äpfeln benötigt, was eine flächendeckende Versorgung mit Äpfeln unmöglich macht. Auch führte er an, dass durch gezielte Maßnahmen wie Fahrrinnenbegrünung, die ökologische Vielfalt im konventionellen Anbau erhöht und sogar auf ein ähnliches, wenn nicht sogar höheres Niveau als bei einer ungepflegten Streuobstwiese gebracht werden kann (Hierzu nimmt er derzeit an einer Studie der Uni-Freiburg teil). Er selbst hält Streuobstwiesen für ein wichtiges und erhaltenswertes Kulturgut. Alte Sorten sieht er, vor allem für spätere Neuzüchtungen aufgrund ihrer Geschmacksdiversität ebenfalls als erhaltenswert an.

🍎 Fazit

Nach allen vier Stationen sowie weiterer Recherche können wir die Leitfrage nun ganz klar und deutlich mit einem "Es kommt darauf an" beantworten: Der Streuobstapfel ist aufgrund seines hohen kulturellen und ökologischen Wert sowie der vielen interessanten Geschmacksprofile der alten Sorten für Umwelt und Geschmacksliebhaber sicherlich die bessere, Für den Großhandel als auch für die meisten Konsumenten, die mehr Wert auf geringe Kosten und gutes aussehen und derzeitige Geschmacksforzüge legen, ist der konventionelle Apfel die bessere Wahl. Am Ende kommt es also immer darauf an, wo man seine Präferenzen setzt. Auch sollte man erwähnen, dass nur durch konventionellen Anbau die Nachfrage deutschlandweit gedeckt werden kann und es aus Umweltgesichtspunkten deshalb auch wichtig ist, Umweltmaßnahmen wie das Begrünen der Fahrstreifen umzusetzen, um einen guten Mittleweg in Sachen Ökonomie zu erzielen.
Wenn du mehr über unser Vorgehen erfahren möchtest, dann schau doch gerne mal in unseren Arbeitsbericht!

Fazit